Kritiken

Mit ihrer musikalischen Gestaltungskraft, die weit jenseits der technischen Meisterschaft beginnt, kann sie schweben und zupacken, mal waghalsig, mal verspielt. Historisch wohl begründet und total vital. Eine phänomenale Aufnahme.

Radio RSF Jahres-Bestenliste 2016, Dezember 2016

Chouchane Siranossian ist eine Vertreterin der neuen Generation von Musikern, die sich im barocken, klassisch-romantisch und zeitgenössischen Repertoire bewegen. […] Das Spannende an dieser Frau: nicht nur, dass sie sich mit größter Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit wie ein Fisch in den Stilen bewegt, sondern auch dieses spezielle Musikanten-Gen kann Phrasen so organisch gestalten, dass man meint: was für eine Intuition.

SRF2 Kultur, November 2016

Je waghalsiger und irrwitziger die spieltechnischen Anforderungen, desto müheloser erscheint die lässige Leichtigkeit, die Rasanz, mit der die fabelhafte Geigerin Chouchane Siranossian noch die extravagantesten Verzierungen und Manieren dieser 300 Jahre alten Bravour-Stücke zum Leben erweckt.

SWR 2 CD-Tipp, November 2016

Chouchane Siranossian ist der aufstrebende Stern am Barockgeiger-Himmel.

Concerto, November 2016

Sowohl in den virtuosen Kompositionen der Italiener Pietro Locatelli und Giuseppe Tartini als auch in den weitaus kantableren Werken bewährt sich die junge Violinistin als höchst phantasievolle und damit ungemein rhetorisch agierende Musikerin. Nichts wirkt hier beiläu g oder routiniert, sondern wird durch ein dynamisch wie auch farblich sehr reiches Spiel und sehr spontane Gefühlsäußerungen belebt. Dabei hat der Hörer nie den Eindruck von aufgesetzten Effekten oder Showmusizieren. So frisch und quasi improvisatorisch kann nur jemand muszieren, der völlig über den Dingen steht und eine Technik hat, die ein derart geistreiches Spiel erlaubt. Chouchane Siranossian trifft mit jedem Akzent, mit jeder dynamischen Nuance und jeder agogischen Biegung das Richtige, genuin musikalisch und immer vollauf im Dienst der Musik.

Pizzicato, Oktober 2016

Die junge Geigerin Chouchane Siranossian ist eine der bemerkenswertesten Künstlerinnen im aktuellen Klassikbetrieb. Sie mischt mit Leichtigkeit und Eleganz die Szene auf und überzeugt mit großer Vielseitigkeit sowohl auf der modernen als auch auf der Barock-Violine.“ […] In erster Linie beeindruckt die Lockerheit und Leichtigkeit, mit der Chouchane Siranossian diese Extremwerke des Hochbarock angeht. Gleichgültig, ob es rasante Läufe sind, absurde Verzierungen oder extravagantes Lagenspiel, die Geigerin bewältigt alle technischen Schwierigkeiten spielend ohne jegliche Intonationsprobleme. Zuweilen schleicht sich sogar ein leichter “Swing” in die Barockwerke ein, was sie noch interessanter macht. Aber Chouchane Siranossian kann nicht nur Technik zaubern, sondern auch ordentlich zupacken und tief berühren.

Kulturradio RBB, Oktober 2016

Chouchane Siranossian demonstriert in allen hier eingespielten Violinkonzerten ihr stupendes Ausnahmetalent. Ihr Spiel ist nicht nur technisch perfekt, sondern besitzt große Ausdruckskraft und Tiefe. […] Sie zählt sicher zu den interessantesten Geigerinen ihrer Generation. Angel Devil Priest ist mehr als eine bloße Visitenkarte, sie ist Siranossians Meisterstück.

BR-Klassik, November 2015

Chouchane Siranossian ist Solistin in der neuen Einspielung virtuoser barocker Violinmusik – und zu Hause in Alter Musik, Neuer Musik, aber eben auch sattelfest auf den romantischen Schlachtrössern Brahms oder Tschaikowsky. Beeindruckend ist dabei nicht nur die Wandlungsfähigkeit der Geigerin, sondern auch die Konsequenz, mit der sie die hier eingespielte 300 Jahre alte Musik historisch informiert darstellt: natürlich auf authentisch kon guriertem Instrument, mit tiefgestimmtem A und schlüssig lang oder kurz atmenden Phrasen, die den musikalischen Puls rasant beschleunigen oder verlangsamen. Dass die Spitzentöne am oberen Rand des Gri bretts, da, wo Locatelli sich einst den Finger klemmte, sternenhell blitzen, ist für Siranossian scheinbar mühelos zu realisieren.

SWR2, Oktober 2015

Mit unglaublicher Souveränität, Charme und Natürlichkeit nimmt sie die Zuhörer für sich ein. Engel oder Teufel? Chouchane Siranossian vereinigt genial beide in sich.

Passauer Neue Presse, September 2015

Geige spielen kann nicht schwer sein. Zumindest scheint es hier so, als ob man ohne jede Anstrengung auf dem Hochsaitenseil balancieren kann. Und Chouchane Siranossian hat eine so ganz eigene, fantasievolle Art, sich auch den eingestreuten, solistischen Capriccios zu nähern.

SWR2, September 2015